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Das Stockbild: Billige Stangenware oder echte Alternative?

19. Mai 2022

Das Konzept ist recht einfach: Unternehmen können bei entsprechenden Plattformen Symbolbilder erwerben und sich damit eine eigene Content-Abteilung sparen. Oftmals sind die Stockbilder auch noch ganz passabel gemacht, die technischen Kriterien sind erfüllt und das Bild wirkt sympathisch. Dennoch haben Stockbilder einen schlechten Ruf und gelten oft als kostengünstige Abkürzung – zulasten der Authentizität und damit dem Image des eigenen Unternehmens.

Stockbilder sind Big Business

Aktuell sind rund 30 verschiedene Stockplattformen von marktrelevanter Grösse unterwegs und bieten ihren Kund:innen Foto-, Video- und Soundmaterial an. Genaue Umsatzzahlen sind nur schwer zu finden, die Unternehmen halten sich hier eher bedeckt. Die grössten Player sind Corbis und Getty Images, beide unterhalten Archive mit gegen 100 Millionen Bildern. Der grösste Teil davon ist lizenzpflichtig. Zwar gibt es auch eigens dafür geschaffene Gratis-Stockplattformen wie Pixabay oder kostenlose Bilder auf zahlungspflichtigen Websites, aber diese machen einen sehr kleinen Anteil an der gesamten Datenmenge aus.

Dass Bilder für jeden Online-Content zentral sind, ist unbestritten. Die Zeiten, in denen Websites und Blogs digitale Bleiwüsten ohne visuellen Content waren, sind längst vorbei. Hier setzt das Geschäftsmodell der Stockfotografie an. Gleichzeitig bietet es vielen Hobby-Fotograf:innen und -Illustrator:innen die Möglichkeit, relativ einfach eine Publikationsplattform zu finden und die eigenen Bilder zu vermarkten.

Ein Treppenwitz des Internets

Für Unternehmen sind es in erster Linie die niedrigen Kosten, welche zum Einsatz von Stockbildern verleiten können. Denn sind wir mal ehrlich: Viele Stockbilder sind hoffnungslos übernutzt. Die Tastatur mit der eingefärbten Enter-Taste, das 3D-Männchen mit dem Pfeil oder der Handschlag in Nahaufnahme: Haben wir alles schon unzählige Male gesehen und spätestens nach dem zweiten Mal zurecht für langweilig befunden. Längst sind die «Blüten» der Stockbild-Branche in der Meme-Kultur angekommen, wie beispielsweise «Hide the Pain Harold», einem älteren Herrn, der auf zig Stockbildern vorkommt und dabei auf eine Art und Weise lächelt, als müsste er einen tieferliegenden Schmerz verbergen. Mal als Arzt, mal als liebevoller Grossvater oder auch als rüstiger Senioren-Sportler. Was bleibt, sind das immer gleiche Lächeln und das Gefühl der Austauschbarkeit.

«Hide the Pain Harold» auf Shutterstock – man findet ihn inzwischen sogar unter dieser Bezeichnung

Verwendung kann peinlich werden

Fakt ist: Stockbilder sind nicht authentisch – für niemanden. Sie wurden aufgenommen, um für möglichst viele Zwecke verkauft werden zu können. Und genau so wirken sie auch: austauschbar und beliebig. Das kann schnell auch ganz schön peinlich werden, wenn man die Bilder in einen falschen Kontext stellt. Fail-Listicles wie diesen hier auf dem Newsportal watson gibt es inzwischen ebenfalls wie Sand am Meer.

Der Mittelweg: Eigene Stockbilder

Es gibt aber einen durchaus gangbaren Weg für Unternehmen, die authentische Bilder und Videos einsetzen möchten, sich aber dennoch keine Inhouse-Content-Abteilung leisten können oder wollen: eigene Stockbilder. Im Gegensatz zur Dutzendware aus der Stockplattform kommen dabei die eigenen Mitarbeiter:innen für die Aufnahmen zum Einsatz. Damit der Kostenrahmen überschaubar bleibt, wird das Bildmaterial beispielsweise an einem einzigen, detailliert durchgeplanten Shootingtag erarbeitet.

So kommen mit einem vertretbaren Aufwand schnell mehrere Dutzend gut geeignete Bilder und Videosequenzen zusammen, die sich auf den eigenen Online-Kanälen verwenden lassen. Klar: Auch diese Art von Stockbild ersetzt einen aktualitätsbezogenen, qualitativ hochwertigen und authentischen Content direkt aus dem Leben nicht vollständig. Aber immerhin kann man damit einige generische Posts, News- oder Blogeinträge für zwischendurch zusammenstellen, die nahe genug am eigenen Unternehmen sind, ohne beliebig zu wirken. Zudem entfällt dabei die Gefahr der Verwendung in einem falschen Kontext.

Was ist für dich und dein Unternehmen der beste Weg, mit vertretbarem Aufwand an hochwertigen Content zu kommen? Finde es zusammen mit den Friends heraus.

Alina Möller

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